Die Modellreihen im Überblick
Osmo Action, die klassische Action-Cam: Osmo Action (2019) mit zwei Displays, Action 2 (2021) als magnetisches Modulsystem, Osmo Action 3 (2022), Action 4 (2023) mit 1/1,3-Zoll-Sensor, Action 5 Pro (2024) mit OLED-Displays und 20 m Wasserdichtigkeit, Action 6 (2025) mit 1/1,1-Zoll-Sensor und variabler Blende. Osmo Pocket, die Gimbal-Kamera: Pocket (2018), Pocket 2 (2020), Pocket 3 (2023) mit 1-Zoll-Sensor und Drehdisplay, Pocket 4 und Pocket 4P (2026). Osmo 360, die 360°-Kamera: Osmo 360 (2025) und Osmo 360 II (2026, Verkaufsstart 15. September). Osmo Nano (2026), die Mini-Cam unter 50 g. Dazu die Osmo-Mobile-Smartphone-Gimbals und die Funkmikrofone Mic Mini und Mic 2, die wir im Zubehör führen.
Osmo Action 3 und 4, Action 2, Pocket 2: Nachfolger und Gebrauchtkauf
Die Osmo Action 4 ist der beste Gebraucht- und Restpostenkauf im DJI-Lineup: gleicher 1/1,3-Zoll-Sensor wie die Action 5 Pro, 4K bei 120 fps, 18 m ohne Gehäuse, für unter 200 Euro. Die Osmo Action 3 mit 1/1,7-Zoll-Sensor lohnt gebraucht unter 150 Euro, die erste Osmo Action von 2019 nur noch als Kindercam. Um die Action 2 sollte man einen Bogen machen: Das Modulsystem wurde nicht fortgeführt, der Akku ist klein und die Kamera wird bei 4K schnell heiß. Bei den Pocket-Modellen ist die Pocket 3 der Nachfolger der Pocket 2 und trotz der Pocket 4 die Preis-Leistungs-Wahl, die Pocket 2 mit 1/1,7-Zoll-Sensor lohnt nur noch gebraucht unter 150 Euro. DJI pflegt Action 3 und 4 mit Wartungsupdates weiter, neue Funktionen kommen nur für die aktuellen Modelle.
DJI im Alltag: Stärken und Grenzen
Stark ist DJI bei den Dingen, die man täglich merkt: DJI Mimo läuft ohne Abo und ist aufgeräumter als GoPro Quik, die Mikrofone Mic Mini und Mic 2 koppeln ohne Empfänger direkt mit Osmo Action, Pocket, Nano und Osmo 360, und der interne Speicher (50 GB in der Action 6, 107 GB in der Pocket 4) rettet den Dreh, wenn die Karte fehlt. Die Osmo Action 5 Pro und 6 halten ohne Gehäuse 20 m Wassertiefe aus und laufen rund vier Stunden, geladen sind sie in gut 20 Minuten zu 80 Prozent. Grenzen: Das Halterungsangebot ist kleiner als bei GoPro, der Dreizack-Adapter für GoPro-Zubehör liegt aber bei. Die Pocket-Modelle sind nicht wasserdicht und vertragen keinen Sturz. Für den Gimbal der Pocket gibt es keinen Reparatursatz, ein Sturz auf den Kopf bedeutet meist den Austausch, deshalb lohnt DJI Care Refresh hier eher als bei der Action.
DJI oder GoPro, DJI oder Insta360
Gegen GoPro: Die Osmo Action 6 hat den größeren Sensor, die variable Blende, 20 m ohne Gehäuse und die längere Laufzeit, die Hero 13 das dichteste Zubehörangebot, 5,3K bei 60 fps, GoPro Labs und die HB-Series-Objektive. Wer neu einsteigt, fährt mit DJI besser, wer GoPro-Zubehör im Schrank hat, bleibt bei der Hero. Gegen Insta360: Die Osmo 360 II unterbietet die X6 um 110 Euro und bringt 8K bei 60 fps, Insta360 hat die reifere 360°-App und den unsichtbaren Selfie-Stick. Bei den Pocket-Gimbals steht die Pocket 4 gegen die Luna Pro (natives Hochformat bei Insta360, ActiveTrack und rundere App bei DJI), bei den Mini-Cams die Nano gegen die GO Ultra, wo Insta360 mit dem größeren Sensor vorn liegt. Die direkten Duelle stehen unten mit Spec-Tabelle und Fazit.