Die Modellreihen im Überblick
X-Serie, die 360°-Kameras: One X (2018), One X2 (2020), X3 (2022), X4 (2024), X5 (2025) und X6 (2026), dazu die X4 Air (2026) als 165 g leichter Einstieg mit 8K. Ace-Serie, die klassische Action-Cam: Aus den modularen One R (2020) und One RS (2022) wurde 2023 die Ace Pro und 2024 die Ace Pro 2 mit Leica-Optik und Klappdisplay. GO-Serie, die Mini-Cams unter 50 g: GO 2 (2021), GO 3 (2023), GO 3S (2024) und GO Ultra (2025), alle mit Magnethalterung und Action Pod als Display. Luna-Serie, die Pocket-Gimbals: Luna Pro und Luna Ultra (2026) mit 1-Zoll-Sensor, Leica-Optik und abnehmbarem OLED-Display. Dazu kommen die Flow-Smartphone-Gimbals und die Funkmikrofone Mic Air und Mic Pro, die wir im Zubehör führen.
One X2, X3, One RS, GO 3: Nachfolger und was die Klassiker noch taugen
Die X3 ist mit 5,7K die letzte X vor dem Sprung auf 8K. Gebraucht für 150 bis 230 Euro reicht sie für Social-Clips und den ersten Kontakt mit 360 Grad, große Funktionsupdates bekommt sie nicht mehr, die kommen ab X4. Wer neu kauft, nimmt die X4 Air als günstigsten 8K-Einstieg oder gleich die X5, deren Preis seit der X6 gefallen ist. Die One X2 lohnt nur noch unter 120 Euro. Die One RS war das letzte modulare System, Wechselmodule gibt es nicht mehr, der Nachfolger im Geiste ist die Ace Pro 2. Die GO 3 filmt in 2,7K und ist nur noch als Restposten unter 150 Euro interessant, die GO 3S bringt 4K, die GO Ultra einen deutlich größeren Sensor. Bei jedem Gebrauchtkauf einer X: Linsen auf Kratzer prüfen, ab X5 lassen sie sich selbst tauschen, davor nicht.
Insta360 im Alltag: Stärken und Grenzen
Stark ist Insta360 bei der Software: Der Re-Frame-Workflow, mit dem aus einer 360°-Aufnahme nachträglich jede Kamerafahrt wird, ist nach wie vor der beste am Markt, die App schneidet automatisch Highlights und tauscht die Ansicht per Fingerzeig. Der unsichtbare Selfie-Stick verschwindet aus dem Bild, das gibt es sonst nirgends in dieser Qualität. Die neuen Modelle nehmen in 10-Bit i-Log auf, die Ace Pro 2 und die Luna gehören bei wenig Licht zu den besten ihrer Klasse. Grenzen: 360°-Material braucht Nachbearbeitung und Speicher, rund 1 GB pro Minute in 8K. Bei sehr großen Dateien hängt die App gelegentlich, Insta360 Studio am Rechner ist dann der bessere Weg. Die X-Linsen liegen frei und verkratzen ohne Schutz, ab der X5 sind sie zum Glück wechselbar. Die Luna ist nicht wasserdicht, die GO Ultra hält ohne Pod nur rund eine Stunde durch.
Insta360 oder DJI: wer hat 2026 die Nase vorn
Bei 360 Grad steht die X6 gegen die Osmo 360 II: DJI ist 110 Euro günstiger und hat den größeren internen Speicher, Insta360 die reifere App und den unsichtbaren Selfie-Stick. Beide haben inzwischen wechselbare Linsen. Bei der klassischen Action-Cam tritt die Ace Pro 2 gegen die Osmo Action 6 an: DJI hat den größeren Sensor und die variable Blende, Insta360 das Klappdisplay und die bessere Stabilisierung bei wenig Licht. Bei den Pocket-Gimbals steht die Luna Ultra gegen die Pocket 4P und die Luna Pro gegen die Pocket 4: DJI hat das rundere Gesamtpaket und ActiveTrack, Insta360 das native Hochformat und das abnehmbare Display. Bei den Mini-Cams liegt die GO Ultra vor der Osmo Nano. Wer schon Zubehör einer Marke hat, bleibt dort, der Unterschied ist in keiner Klasse groß genug für einen Wechsel.