Echtes 4K oder hochgerechnet
Kameras unter 50 Euro mit „4K Ultra HD" auf dem Karton rechnen meist ein 1080p- oder 2,7K-Bild hoch. Erkennungszeichen: kein Sensorname im Datenblatt, 4K nur bei 24 oder 25 fps, kein 60-fps-Modus in irgendeiner Auflösung. Alle Modelle in dieser Liste nehmen nativ in 4K auf.
Bildrate: 30, 60 oder 120 fps
4K bei 30 fps reicht für Reise und Vlog. Für Sport und leichte Zeitlupe braucht es 60 fps, für echte Slow-Motion 120 fps, die DJI, GoPro und die Insta360 Ace Pro 2 bieten. Budget-Cams schaffen 4K meist nur mit 30 fps, die XTU S7 Pro mit 50 fps.
Sensorgröße
Von 1/2,3 Zoll (Budget) über 1/1,9 Zoll (GoPro) und 1/1,3 Zoll (Osmo Action 5 Pro, Ace Pro 2) bis 1/1,1 Zoll (Osmo Action 6) und 1 Zoll (Osmo Pocket 4, Insta360 Luna). Je größer, desto sauberer bei Dämmerung und in Innenräumen. Bei Sonne sehen alle gut aus.
Stabilisierung
HyperSmooth 6.0, RockSteady 3.0 und FlowState sind die Referenz und halten auch Trail und Wellen ruhig. Die Budget-Systeme SuperSmooth 4.0 (AKASO) und Super EIS 5.0 (XTU) reichen für Wandern, Radfahren und Vlog, bei harten Schlägen ruckelt es.
Wasserdicht ohne Gehäuse
DJI Osmo Action 5 Pro und 6 schaffen 20 m ohne Gehäuse, die Ace Pro 2 12 m, GoPro Hero 12 und 13 10 m. Budget-Cams sind nur im mitgelieferten Gehäuse dicht, dann wird der Ton dumpf und die Tasten schwergängig.
Akku und Hitze
4K bei 60 fps heizt jede Kamera auf. GoPro Enduro und DJI-Akkus laufen 1,5 bis 4 Stunden, Budget-Cams mit zwei 1.350-mAh-Zellen je rund 60 bis 90 Minuten. Bei über 30 Grad und 4K120 schalten auch Flaggschiffe nach 20 bis 30 Minuten ab.
Speicherkarte
Für 4K bei 60 fps mindestens U3/V30, für 4K120 und 8K V60. Rechne mit 30 bis 45 GB pro Stunde in 4K60, eine 256-GB-Karte ist die sinnvolle Größe. Interner Speicher wie bei DJI (50 bis 107 GB) ersetzt die Karte nicht, er ergänzt sie.